Love Live! School Idol Project

Der Anfang vom Jahr 2015 begann damit, dass mir eine Kommilitonin eine App namens „Love Live!“ empfahl, die, so ihrer Meinung, angeblich auch etwas für mich wäre. Neugierig spielte ich sie eine Weile, und war schon nach kurzer Zeit süchtig danach. Die Verschmelzung von zunächst einfachem, mit der Zeit aber immer forderndem Rhythmusspiel und Animezeichenstil mit entsprechend süßen Mädels fand bei mir großen Anklang. Dass es zu dem Spiel auch einen tatsächlichen Anime gab, erfuhr ich dann Mitte Mai, also erst relativ spät. Dennoch war ich auf diesen gespannt, sah ihn mir an und möchte euch hiermit meine Eindrücke schildern.

Die Handlung ist relativ schnell erzählt:
Honoka Kousaka ist Schülerin der Otonokizaka Oberschule, die kurz davor steht geschlossen zu werden. Um dies zu verhindern, sammelt sie mit ihren zwei besten Freundinnen, Kotori Minami und Umi Sonoda, Ideen. Da es gerade in Mode ist, dass Schulen ihre eigenen Idols als Vertreterinnen haben, fasst Honoka schnell den Entschluss, dass das der einzige Weg ist ihre geliebte Schule vor der Schließung zu bewahren. Doch was zunächst so einfach klingt, stellt die drei Mädchen, die mit Musik so gut wie keine Erfahrungen haben, schon bald vor vielerlei Probleme und Herausforderungen…

Was ich als Erstes positiv anmerken möchte, ist, dass man mehr über den Hintergrund der Geschichte erfährt. Sprich warum sich μ’s (ausgesprochen „muse“) gegründet haben und wie die einzelnen Mitglieder nach und nach dazu gestoßen sind. Auch über diese bekommt man mehr mit – angefangen damit, dass man früh die Eltern zu Gesicht bekommt (in der App geschieht das erst relativ spät) bis dahin, dass über die Vergangenheit der Charaktere berichtet wird. Zwar werden hier keine Weltprobleme aufgedeckt und auch (größere) Dramatik sucht man vergebens, aber es hilft einem die Charaktere besser zu verstehen und einordnen zu können.

Auch fand ich es toll, dass die Synchronsprecherinnen diesselben sind und wie in der App sehr gut verstehen dem jeweiligen Charakter Leben einzuhauchen.
[SPOILER]Passend dazu ist mir vor allem die Szene in Erinnerung geblieben, als beim Trainingscamp Umi durch die Kissenschlacht der anderen aufgeweckt, dementsprechend ungehalten war und mit ihrer Stimme jeden japanischen Rachegeist vor Neid hätte erblassen lassen können.[/SPOILER]

Allerdings muss ich auch zum größten Knackpunkt des Ganzen kommen:
Ich glaube, dass es nicht viele Leute geben wird, die dem Anime etwas abgewinnen können, ohne vorher die App zumindest angespielt zu haben. Natürlich ist es auch möglich, dass man ihn sich ohne dieses Wissen ansehen kann, aber meiner Meinung nach ist dieser Anime in erster Linie dazu da Fanservice zu bieten und das Franchise zu bewerben. Selbst ich, die ja ein Fan des Ganzen ist, fand die Serie zwar gut, habe jetzt aber nicht das Gefühl ich hätte etwas ernsthaft verpasst, hätte ich den Anime mir nicht angesehen. Man bekommt viel Hintergrundwissen dadurch, aber mehr auch nicht. Die Handlung verlangt einem nicht viel ab, und ich hatte das latente Gefühl, dass viele Folgen einfach nur Filler waren.

Im Großen und Ganzen bin ich gemischter Meinung:
Einerseits mochte ich als Fan den Anime, hatte sehr viele Wiedererkennungserlebnisse und habe mich gefreut mehr über die Mädels von μ’s erfahren zu können. Andererseits war die Serie für mich im Nachhinein betrachtet nichts Überragendes oder Außergewöhnliches, was man sich noch mal anschauen muss.

Deswegen würde ich interessierten Personen erst dazu raten die App probehalber sich anzusehen und zu schauen, ob einem das Universum von „Love Live!“ überhaupt zusagt, ehe man frustriert den Anime abbricht.

Bewertung: 3 / 5

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